Willkommen bei SGBCISL Schulescuola! Ihr verwendeter Browser scheint nicht mehr aktuell zu sein, ist dadurch unsicher und verursacht Darstellungsfehler. Laden Sie einen aktuellen Browser unter folgendem Link: browsehappy.

News 06/03/20

Coronavirus: Details

Eine der Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung des Coronavirus ist die Aussetzung der didaktischen Tätigkeit an allen Schulen Italiens bis auf Widerruf.

 

In den letzten Wochen haben uns vermehrt Anfragen erreicht, die im Zusammenhang mit dem in Zeiten von Covid-19 zu leistenden Fernunterricht stehen. Nachfolgend versuchen wir auf diese Fragen Antworten zu geben. Diese beziehen sich auch auf gesamtstaatliche Weisungen und Einschätzungen.

Allgemeine Richtlinien für den Fernunterricht
Die verschiedenen im Zusammenhang mit der „Coronakrise“ erlassenen Bestimmungen zur Bekämpfung und Eindämmung der Epidemie auf dem gesamten Staatsgebiet, sehen die Aktivierung von Fernunterrichtsmethoden für die gesamte Dauer der Aussetzung der didaktischen Tätigkeiten vor. Diese unterstreichen die Notwendigkeit einer breiten Einbindung der Bildungsgemeinschaft.  Der Fernunterricht soll nicht eine bloße Übermittlung von Materialien sein und muss gut koordiniert sein. Bei der Planung und Umsetzung dieser kaum erprobten Unterrichtsform müssen die technischen Voraussetzungen, die Fähigkeiten sowie auch das Alter der Schüler/innen berücksichtigt werden.

Grundschule
Besonders in der Grundschule ist es notwendig das richtige Gleichgewicht zwischen Fernlernaktivitäten und Lernpausen zu finden, um die Risiken eines zu langen Aufenthalts vor den Bildschirmen zu vermeiden. Den Schülerinnen und Schülern muss es möglich sein so weit als möglich autonom zu arbeiten.

Sekundarstufe
Auch in der Sekundarstufe muss die richtige Balance zwischen Lernaktivitäten und Lernpausen gefunden werden. Deshalb muss die Übermittlung der Lerninhalte von den jeweiligen Klassenräten gut  koordiniert sein. Als nützlich erweisen sich dabei von den Klassenräten erstellteÜbersichten, in denen die verschiedenen wöchentlichen Aktivitäten angeführt sind, welche ständig aktualisiert werden und für Lehrer und Schüler zugänglich sind.

Fernunterricht/E-Learning
E-Learning ist eine Form des Fernunterrichts, bei der die Lerninhalte über digitale Plattformen den Lernenden übermittelt werden. Auch die Rückmeldungen und Korrekturen können über diese Kanäle erfolgen. Das digitale Klassenregister, welches bereits an verschiedenen Schulen eingeführt wurde, erweist sich in dieser Situation als nützliches Instrument.

Fernunterricht  und Inklusion
Eine große Herausforderung für die Lehrpersonen beim E-Learning stellt der Inklusionsunterricht dar. Unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Voraussetzungen erhalten Schülerinnen und Schüler mit Diagnose auch beim Fernunterricht ein differenziertes Lernprogramm.

Recht auf digitale Abwesenheit
Artikel 22 des gesamtstaatlichenKollektivvertrags 2016-18 sieht das Recht der Lehrpersonen auf digitale Abwesenheit vor, um eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu ermöglichen. Diesem Recht kommt in der momentanen Situation eine besondere Bedeutung zu.

Welche Aufgabe hat die Schulführungskraft im Fernunterricht?
Die Schulführungskraft übt beim Fernunterricht eine Koordinationstätigkeit aus und achtet in erster Linie darauf, dass die Vorsichtsmaßnahmen bei der Nutzung der Medien, bzw. die geltenden Datenschutzgesetze beachtet werden.

Welche Aufgabe haben die Klassenräte im Fernunterricht?
Die Klassenräte planen die jeweiligen  Lerninhalte und koordinieren deren Übermittlung. Ihnen obliegt die Organisation des Fernunterrichts.

Ist es möglich, die Schüler/Innen zu bewerten?
Die Bewertung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Lehrerkollegiums. Das Unterrichtsministerium gibt diesbezüglich keine spezifischen Vorgaben und überlässt das Bewertungsverfahren in Anbetracht der Komplexität dieser kaum erprobten Unterrichtsverfahren den Lehrpersonen. In dieser heiklen Situation sollen das Interesse, die Anstrengungen und das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler geschätzt und berücksichtigt werden. Andererseits kann die Bewertung der Schülerinnen und Schüler auch bei einer eventuellen Rückkehr in die Schule formalisiert werden.

Datenschutz
Die Schulführungskraft muss die Lehrpersonen schriftlich über das korrekte Verhalten im Umgang mit sensiblen Daten informieren. Außerdem weist sie diese darauf hin Sicherheitsmaßnahmen (aktualisierter Virenschutz; Passwortverwaltung; kein Speichern oder Aufzeichnen von Video/Foto und Audio usw.) beim Fernunterricht einzuhalten. Die Zustimmung der Familien ist nicht erforderlich, da die Verarbeitung der Daten der Schüler für institutionelle Zwecke auf der Grundlage rechtlicher Hinweise erfolgt.